Vorher entschieden
Entsorgen statt mitnehmen: die Rechnung hinter dem Aussortieren
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Vor jedem Umzug steht dieselbe Frage: Was kommt mit, und was geht weg. Die Antwort ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Rechnung, denn jeder Kubikmeter, der nicht mitfährt, spart zweimal, einmal beim Transport und einmal am neuen Ort. Diese Seite zeigt, wie das Sortieren in fünf Gruppen funktioniert, welche Stücke fast immer im Wagen landen, obwohl sie es nicht sollten, und wie sich das Wegbringen mit dem Umzug verbinden lässt.
- Jeder Kubikmeter, der bleibt, spart beim Transport und am Zielort
- Fünf Gruppen statt zwei: verwertbar, verschenkbar, Sperrgut, Bauschutt, Elektro
- Was weggeht, fahren wir getrennt vom Umzugsgut ab
- Wegbringen und Umziehen laufen über einen Auftrag
Links mitnehmen, rechts entsorgen
Nachgerechnet
Warum jeder Kubikmeter doppelt zählt
Die erste Ersparnis ist offensichtlich: Was nicht mitfährt, braucht keinen Platz im Wagen. Wer fünf Kubikmeter aussortiert, verschiebt seinen Umzug unter Umständen eine ganze Zeile nach unten oder erspart sich die zweite Fuhre. Bei einem Haushalt, der knapp über der Grenze zwischen zwei Wagengrößen liegt, ist das der größte einzelne Hebel überhaupt, und er liegt vollständig in Ihrer Hand.
Die zweite Ersparnis wird übersehen, ist aber oft die größere. Alles, was mitfährt, muss am Zielort getragen, ausgepackt, hingestellt und untergebracht werden. Ein Karton mit Dingen, die niemand mehr braucht, verursacht zweimal Arbeit und belegt anschließend Raum, der vielleicht knapper ist als vorher. Wer vom Haus mit Schuppen in eine Wohnung zieht, merkt das am dritten Tag.
Die dritte Ersparnis ist keine Geldfrage, aber sie ist real: Der Umzugstag wird kürzer und ruhiger. Jedes Stück, über das am Morgen noch diskutiert wird, kostet Minuten, in denen die Besatzung wartet. Entscheidungen, die vier Wochen vorher in Ruhe fallen, sind billiger als dieselben Entscheidungen mit laufender Uhr.
Aus der Werkstatt
Fünf Gruppen statt zwei Stapel
Die meisten Menschen sortieren in zwei Stapel, "behalten" und "weg", und genau daran scheitert das Vorhaben. Der Stapel "weg" enthält am Ende einen Sessel, einen alten Kühlschrank, zwei Eimer Farbreste und einen Karton Bücher, und dafür gibt es keinen gemeinsamen Weg. Fünf Gruppen dagegen lassen sich jede für sich abarbeiten, und jede hat ihre eigene Logik.
Verwertbar heißt: Es hat noch einen Wert, und jemand würde dafür zahlen. Verschenkbar heißt: Es ist heil und brauchbar, aber niemand zahlt dafür. Sperrgut ist alles Große, das keine dieser beiden Gruppen mehr erfüllt. Bauschutt ist mineralisch, also Fliesen, Ziegel, Beton, Putz. Elektro ist alles mit Stecker oder Akku und muss getrennt bleiben, weil es getrennt behandelt wird.
Der praktische Nutzen zeigt sich beim Laden. Wir können diese Gruppen im Wagen trennen und einzeln abliefern, was Zeit und Geld spart. Ein gemischter Berg dagegen muss vor Ort sortiert werden, und diese Sortierarbeit zahlt am Ende jemand. Darum bitten wir darum, dass vor unserem Kommen wenigstens Elektrogeräte und Bauschutt separat stehen.
Die fünf Gruppen, mit typischen Vertretern
- Verwertbar: gut erhaltene Massivholzmöbel, Werkzeug, Fahrräder, Metall
- Verschenkbar: Geschirr, Bücher, Spielzeug, Kleidung, kleine Möbel ohne Schäden
- Sperrgut: Polstermöbel, Matratzen, Pressspanschränke, Teppiche, Gartenmöbel
- Bauschutt: Fliesen, Ziegel, Beton, Putz, alte Waschbecken aus Keramik
- Elektro: Kühl- und Gefriergeräte, Herd, Waschmaschine, Fernseher, Kleingeräte
Vier Wochen vorher
Was hier in der Gegend fast immer zum Vorschein kommt
In einem Stadtgebiet mit 1.201 erfassten Schuppen, 91 landwirtschaftlichen Nebengebäuden, 108 Garagen und 12 erfassten Gartenlauben ist das Aussortieren selten ein Thema für die Wohnung. Die Wohnung ist meist schnell entschieden. Was Zeit kostet, steht draußen, und es steht dort oft seit Jahrzehnten, ohne dass jemand hineingesehen hätte.
Typisch sind drei Bestände. Erstens Bauliches: Restfliesen von der letzten Renovierung, Dachlatten, Zaunpfähle, ein Sack erstarrter Zement. Zweitens Gartentechnik: Rasenmäher, Heckenschere, Schubkarre, Anhängerteile, Reifen. Drittens das, was man aufbewahrt hat, weil es zu schade zum Wegwerfen war: Möbel aus der ersten Wohnung, Fahrräder aus der Kinderzeit, Regale ohne Böden.
Für die Planung heißt das: Sehen Sie zuerst in die Nebengebäude und erst danach in den Kleiderschrank. Die Kubikmeter liegen draußen. Und öffnen Sie die Tür früh genug, denn dieser Teil braucht mehr Zeit als erwartet, nicht wegen der Menge, sondern wegen der Entscheidungen.
Vorher entschieden
Die Stücke, bei denen die Rechnung eindeutig ist
Es gibt eine Handvoll Gegenstände, bei denen sich der Transport praktisch nie lohnt, und es hilft, sie zu kennen, bevor die Diskussion beginnt. Matratzen stehen ganz oben: Sie sind voluminös, hygienisch heikel und im Neuzustand vergleichsweise günstig. Ein Doppelbettmatratzenpaar verbraucht im Wagen so viel Platz wie eine kleine Kommodenreihe.
Ebenso eindeutig sind Pressspanschränke, die schon einen Umzug hinter sich haben, Polstergarnituren mit durchgesessenen Kissen und Gartenmöbel aus Kunststoff, die einen Winter zu viel draußen standen. Bei allen vieren ist der Anteil am Ladevolumen hoch und der Restwert niedrig, und genau dieses Verhältnis entscheidet.
Umgekehrt lohnt sich der Transport fast immer bei Massivholz, bei Werkzeug, bei allem aus Metall und bei Dingen mit persönlichem Wert, über die man ohnehin nicht rechnet. Die ehrliche Trennlinie verläuft nicht zwischen alt und neu, sondern zwischen Volumen und Wert. Wir sagen beim Rundgang unsere Einschätzung dazu, entschieden wird sie von Ihnen.
Handgriffe
Wegbringen und Umziehen in einem Auftrag
Das Räumen rechnen wir nach Rauminhalt, der Kubikmeter kostet ab 31 €, und die Fläche geht besenrein zurück. Wo es nur um ein einzelnes Stück geht, ist die kleine Fuhre der günstigere Weg: bis drei Kubikmeter kostet sie ab 97 €, aufgeladen und weggefahren in einem Zug. Soll länger sortiert oder Raum für Raum gearbeitet werden, rechnen wir nach Zeit, der Satz dafür ist ab 19 € je Stunde.
Der eigentliche Vorteil liegt darin, beides zusammen zu planen. Derselbe Wagen, dieselbe Besatzung, ein Anfahrtsweg: Wenn wir am Vortag den Schuppen leeren und am Umzugstag die Wohnung fahren, sparen Sie eine komplette Anfahrt und die doppelte Rüstzeit. Wir laden das, was weggeht, getrennt vom Umzugsgut, damit sich am Zielort nichts mischt.
Tragen gehört dabei zur Leistung. Sie müssen nichts an die Straße stellen und nichts vorsortieren, außer Elektrogeräten und Bauschutt, die ohnehin getrennt bleiben. Wir holen es dort ab, wo es steht, auch aus Schuppen, Garage oder Laube, und auch dann, wenn die Zufahrt ein Sandweg ist. Im nahen Umkreis wird die Anfahrt nicht gesondert berechnet, weiter draußen bekommt sie eine offene Zeile im Angebot.
- Nebengebäude öffnen und den Inhalt einmal vollständig ansehen
- Grob in die fünf Gruppen trennen, mindestens aber Elektro und Bauschutt beiseitestellen
- Was verschenkt werden soll, rechtzeitig weggeben, nicht am Abholtag entscheiden
- Volumen grob schätzen, ein Foto je Raum reicht uns für eine erste Zahl
- Sagen, ob die Abholung vor dem Umzug oder am selben Tag laufen soll
Zum Nachlesen
Was Sie behalten sollten, auch wenn es Platz kostet
Gegen den Ton dieser Seite gibt es einen Einwand, und er ist berechtigt: Nicht alles, was Volumen hat, ist Ballast. Werkzeug ersetzt sich teuer, und wer vom Haus ins Haus zieht, braucht es am ersten Tag wieder. Dasselbe gilt für Leitern, Schubkarren und alles, was man nur einmal im Jahr braucht, dann aber dringend.
Ebenso sollte niemand unter Zeitdruck über Dinge entscheiden, an denen Erinnerung hängt. Wenn am Umzugstag Unklarheit über eine Kiste besteht, kommt sie mit, und es wird später entschieden. Für genau diesen Fall gibt es das Zwischenlager: Ein kleines Abteil kostet ab 6 € am Tag, das mittlere ab 12 € am Tag. Das ist billiger als eine Entscheidung, die man bereut.
Die Regel, die sich bewährt hat, lautet deshalb: Hart sein bei allem, was Volumen und wenig Wert hat, großzügig bei allem, was Wert und wenig Volumen hat, und im Zweifel eine Frist setzen statt eine endgültige Entscheidung zu erzwingen. So wird das Aussortieren zu einer Rechnung und nicht zu einem Streit.
Preisrahmen
Was Entsorgen statt mitnehmen kostet
Keiner dieser Beträge wird nachträglich angehoben. Er gilt ab dem Rundgang, und der kostet nichts.
Wegbringen, Einzelstück und Material nebeneinander
| Posten | Wie wir rechnen | Betrag |
|---|---|---|
| Räumen, gerechnet nach Kubikmeter | Die Fläche geht besenrein zurück | ab 31 € |
| Einzelfuhre bis 3 m³ | Aufladen und Wegfahren in einem Zug | ab 97 € |
| Räumen nach Aufwand | Zeit vor Ort, Wagen und Träger inbegriffen | ab 19 € je Stunde |
| Umzugskarton, Leihgebühr | Die leeren Kartons holen wir wieder ab | 0,55 € je Stück und Woche |
| Möbeldecke, Leihgebühr | Spanngurte liegen ohne Aufpreis dabei | 2,25 € je Stück und Woche |
| In allen Beträgen steckt die Mehrwertsteuer. Verbindlich wird die Zahl beim Aufmaß vor Ort, und von da an ist sie ein Festbetrag. | ||
Kurz gefragt
Was beim Aussortieren gefragt wird
Müssen wir vorher selbst trennen?
Nur Elektrogeräte und Bauschutt sollten getrennt stehen, weil sie getrennt behandelt werden. Alles andere sortieren wir beim Laden, das gehört zur Arbeit.
Kommt der Wagen auch an einen Schuppen ohne befestigte Zufahrt?
In aller Regel ja. Beim Rundgang sehen wir uns Tor, Untergrund und Wendemöglichkeit an und entscheiden, ob der große Wagen heranfährt oder ob der kleinere zweimal kommt.
Lohnt sich Wegbringen vor dem Umzug oder danach?
Vorher, fast immer. Danach ist der Weg zur alten Adresse länger, die Übergabe drängt, und das, was übrig blieb, steht plötzlich im Weg.
Was passiert mit Sachen, die noch gut sind?
Was einen Wert hat, wird verwertet und nicht als Sperrgut behandelt, und das rechnen wir im Angebot an. Was heil und brauchbar ist, geben Sie am besten selbst weiter, das ist immer die bessere Verwendung.
Wie genau muss das geschätzte Volumen sein?
Ein Foto je Raum genügt uns für eine erste Zahl. Verbindlich wird sie beim Aufmaß vor Ort, und ab dann bewegt sie sich nicht mehr.
Können wir Unentschiedenes zwischenlagern?
Ja. Ein Abteil von zwanzig Kubikmetern kostet ab 21 € am Tag, und das spätere Zustellen kostet ab 86 € je Fahrt. Jede Richtung zählt dabei einmal.
Weiterlesen
Mehr zum Nachlesen
Worauf Sie sich berufen können
Getrennt geladen, offen abgerechnet
Was weggeht, fährt nicht zwischen Ihren Möbeln. Es wird getrennt geladen, getrennt abgeliefert und steht als eigene Zeile im Angebot.
- Am Apparat sind wir montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr; das Formular nimmt auch später noch an
- Es gilt der Haftungsrahmen aus Paragraf 451e HGB, 620 Euro je Kubikmeter Laderaum
- Sandweg, Hoftor und Wendeplatz sehen wir uns vorher an und planen den Tragweg ein
- Schuppen, Garage, Scheune und Gartenlaube bekommen jeweils eine eigene Zeile im Angebot
Weniger Volumen, kürzerer Tag
Jeder Kubikmeter, den Sie vorher abgeben, verkürzt den Umzugstag und verkleinert die Rechnung. Fangen Sie im Schuppen an.